Kalkputz - Gesund Wohnen

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Geschichte und Ursprung von Kalk

Nach Lehm und Holz als den ältesten Baustoffen der Erde, ist Kalk schon im frühen Altertum zu finden. Älteste Funde von Kalkmörtel werden auf 12.000 Jahre vor Christus datiert.
Die ältesten Kalköfen fand man in der heutigen Türkei, Syrien und Irak. Sie sind ca. 4000 Jahre alt. Auch die Ägypter verwendeten Kalk zum Bau Ihrer Paläste und Grabkammern. Die Römer gaben dem Kalk vulkanisches Gestein zu (Puzzolane). So erreichten Sie, dass die Kalkputze auch unter Wasser erhärten. Damit bauten Sie Hafenanlagen oder Wasser-und Abwasseranlagen.
Mit der Industrialisierung um 1850 begann die industrielle Herstellung von Kalk. Die mühsame Herstellung von Kalk wurde immer rationaler. In der Folge wurden immer mehr Zusätze beigemischt und Fertigwaren entstanden. Die Kalkverarbeitung wurde auf der Baustelle anspruchsloser, so dass heute kaum noch reiner Kalk verwendet wird. Auch die Erfindung von Kunstharzen, Dispersionsfarben und anderen gesundheitsbedenklichen Stoffen haben den Kalk zunehmend verdrängt. Auch der Überschuss an Gips, welcher aus den Rauchgasentschwefelungsanlagen entstanden war, trug dazu bei, dass der Kalk weiter verdrängt wurde.

Eigenschaften

Mit Kalkputzen entsteht eine leistungsfähige  Wandfläche. Dieser Baustoff kann ähnlich wie  Lehmputz sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen  und gleich wieder abgeben. Das verhindert Schimmelbildung. Ein ständiger Austausch zwischen der äusserenn und inneren Luftfeuchtigkeit sorgt für  eine "lebendige" Wand, in der es  keinen Stau gibt: Eine Kalkputzwand ist die ,,Klimaanlage" unserer  Vorfahren. Ein Kalkputz im Aussenbereich trocknet nach einem Regen bis zu hundert Mal schneller aus als Zement.
Bei Kalk  ist zu unterscheiden zwischen gebrannten Kalk und Löschkalk, früher auch Grubenkalk genannt.
Ein Kalk Putz, den wir von herkömmlichen Grundputzen kennen, hat mit einem Löschkalk nichts gemeinsam ausser dem Grundstoff Kalk.
Einem Grundputz wird 900° gebrannter Kalk zugeführt, während Löschkalk aus 900° gebrannten Kalk und Wasser hergestellt wird. Der Kalk wird in Wasser geschüttet und ca. 2 Jahre gereift. In der Anfangsphase werden Temperaturen von über 100° erreicht. In dieser Phase entwickelt sich der Kalk zu einer ätzenden  hochwertigen alkalischen cremigen Masse. Die alkalischen Eigenschaften und die zahlreichen Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung geben dem Löschkalk die besondere Note. Besonders zu beachten sind die Sicherheitsvorschriften bei der Verarbeitung des Löschkalks. Die alkalische Konzentration ist bei Löschkalk deutlich höher als bei Trockenmörtel. Löschkalk hat einen PH-Wert von 11 – 14 und ist somit absolut Keim- und Schimmelresistent (Schimmelpilze sind resistent bis zu einem PH-Wert von 6 -8). Er reinigt bzw. desinfiziert somit effektiv und konstant unsere Raumluft.
Kalk wurde ursprünglich auch als Desinfektionsmittel in Schlachthöfen eingesetzt, um Seuchen zu vermeiden. Kalk wird auch in der Medizin als Desinfektionsmittel eingesetzt.
Ein etwas in Vergessenheit geratener Weisheitsspruch heisst: "Kalk ist die Lunge des Hauses".

Vorteile von Kalk

  • Keinerlei Bindemittel (Kalk bindet auf natürliche Weise ab)
  • Alkalisch und zerstört Mikroorganismen, Keime und Schimmelpilze
  • Hervorragend diffusionsoffen und somit kein Feuchtigkeitsstau, Eine aussen verputzte Wand trocknet bis zu 100 mal schneller aus als Zement
  • Kalk ist ein natürlicher Rohstoff in grosser Verfügbarkeit
  • Desto länger Kalk gelöscht wird, umso qualitativ hochwertiger wird er
  • Kalk wird in der Landwirtschaft und in der Medizin als Desinfektionsmittel eingesetzt
  • Hervorragend geeignet für Bäder oder Wellnessbereiche. Auf Plättli kann ganz oder teilweise verzichtet werden. Wasserdampf dringt unmittelbar in die Kalkbeschichtung ein und verhindert flächenmässig beschlagene Spiegel und Glasflächen. Selbst im Nassbereich kann auf Plättli verzichtet werden
  • Geruchsneutral
  • Schalldämmend
  • Frei von Schadstoffen und dadurch keine Ausdünstungen
  • Zahlreiche Möglichkeiten der Veredelung sind gegeben (Stein-Optik, Marmor-Optik, Schiffer-Optik, 3-D Optik, Metallische Optik, Beton-Optik, Travertino,  Rost-Optik usw.
  • Extrem langlebig und originell
  • Begünstigt den Schlaf

Farbtiefe

Fresken und Wandmalereien wie z.B. von Michelangelo, Leonardo Da Vinci und Raffael, sind mit Kalkfarben auf frischem Feinstkalkputz gemalt worden. Die Brillanz, die diese Farben über Jahrhunderte bewahren konnten, ist einmalig.
Kalkoberflächen haben eine grössere Farbtiefe als andere Farben, weil die Lichtbrechung von Kalk und Wasser höher ist als zum Beispiel von Titandioxid in Dispersionsfarben. Das macht Kalklasuren, Spachteltechniken und Fresken so intensiv in ihren Farben. Selbst ein einfacher weisser Kalkanstrich hat eine völlig andere Anmutung als eine handelsübliche Wandfarbe. Die hohe Lichtbrechung eines traditionellen kristallinen Kalk-Anstriches bewirkt, dass er je nach Lichteinfall unterschiedlich schattiert und damit lebendig wirkt. Im Gegensatz dazu fehlt den leichter anzuwendenden Silikat oder Dispersionsanstrichen der Glanz vom Kalk. Die Folge ist Eintönigkeit gegenüber dem Kalk, welcher ständig in Bewegung zu sein scheint. Kalk hat ein lebendiges Erscheinungsbild.

Verwendung von Kalk

Heute haben die unter Allergien leidenden Menschen zugenommen, Baustoffe sind mit Schadstoffen belastet und gesundheitsschädliche Mikroorganismen und gesundheitsschädliche Schimmelpilze treten in Wohnungen immer häufiger auf. Das Einpacken von Häusern durch WDVS (Styropor) ist als besonders bedenklich anzusehen bezüglich Kapillarität und Wasserdampfdurchlässigkeit.  
Kalk in seiner ursprünglichen Form gewinnt wieder an Bedeutung und es liegt am Menschen selbst, dies zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Videos hierzu finden Sie in der Registerkarte allgemeine Informationen
 

Welche Vorgaben und Richtlinien gibt es zu Kalk?

 
Ein Artikel von Malermeister Gerold Engist, der es auf den Punkt bringt
 
Welche Vorgaben und Richtlinien müssen deutsche Putzhersteller, bezüglich der Inhaltsstoffe, erfüllen um einen Kalkputz auf den Markt zu bringen?
 
KEINE!
 
Jeder Putz, der mindestens 3% Kalk enthält, darf als Kalkputz verkauft werden. Einzig die Bezeichnung “natürlich hydraulischer Kalk“ wird durch eine Norm geschützt.
 
Grundsätzlich gilt, jeder Hersteller kann, völlig frei von Vorgaben, seinem Putzmörtel  beimischen was er möchte!
 
Welche Prüfzeichen oder Zertifikate garantieren reinen Naturkalk?
 
KEINS!
 
Wer denkt Produkte mit Prüfzeichen sind die bessere Wahl, liegt leider falsch. Eine Prilblume (die Älteren kennen diese sicher noch) auf dem Putz Sack hat zunächst dieselbe Aussagekraft. Prüfzeichen werden von Firmen vergeben, deren Ziel es ist, Geld zu verdienen. Würde es deshalb Sinn machen, die Prüfkriterien so hoch anzusetzen, dass nur eine Minderheit (Naturkalkhersteller) in den Genuss eines Prüfzeichens kommt? Ich denke eher nicht.
 
Betrachtet man die Vergabegrundlage z.B. für den „blauen Engel“, stellt man fest, dass die meisten Anforderungen bezüglich der Inhaltsstoffe nur durch den Hersteller bestätigt werden müssen. Eine Prüfung von Seiten blauer Engel findet nicht statt. Andere Prüfsiegelanbieter prüfen vielleicht selbst aber wenn es eine Dispersionsfarbe schafft, dasselbe Prüfsiegel oder Zertifikat zu erhalten wie ein Kalkputz, dann können die Kriterien nicht sehr anspruchsvoll sein.
 
Wer nach Prüfsiegel einkauft, muss vorab genau prüfen welche Kriterien erfüllt werden müssen um dieses Siegel zu erhalten. Ansonsten reicht die Pril-Blume!
 

Unsere Auswahlkriterien zu Kalk

 
Um ein Kalkprodukt dem Kunden anbieten zu können, verlangen wir eine Volldeklaration vom Produkt des Herstellers. In dieser Volldeklaration sind sämtliche Bestandteile des Produkts erfasst.
Daher sind wir in der Lage, Kalkputze anzubieten die einen hohen Reinheitsgehalt aufweisen.
Über 90 % der Hersteller sind aufgrund Ihrer Zusammensetzung durchgefallen.
So werben einige Hersteller damit „Besonders geeignet für Allergiker“. In diesen Produkten ist zum Teil mehr Zement enthalten als Kalk. Zement ist für Allergiker ungeeignet. Bestandteile von Zement wie Chrom, Epoxid und Kobalt spielen hier eine wichtige Rolle. Die Anzeichen der Allergien sind Ausschlag, Jucken, Schwellung. Nützliche Informationen zu Kalk erhalten wir auch vom Kalk-Netzwerk, bestehend aus Mitgliedern aus aller Welt.
Gipser-, Stuckateur- und Malerbetrieb Kep  • Ihr Spezialist für gesundes Wohnen • Oberdorfweg 5 • CH - 3949 Hohtenn
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