Hanf - Gesund Wohnen

Rufen Sie uns an: +41 76 22 56 510
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Hanf – eine uralte Kulturpflanze
Hanf spielte in den Hochkulturen dieser Erde von Beginn an eine entscheidende Rolle als Rohstoffpflanze. Bereits vor 12.000 Jahren wurde Hanf in Persien und China als Getreide angebaut. Hanfsamen wurden gegessen, die Fasern zur Herstellung von Kleidung verwendet. Die Chinesen machten Papier aus Hanf. Im Römischen Reich wurden wegen Hanf Kriege geführt. Hanf war vom ersten Jahrtausend vor Christus bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts weltweit die am häufigsten angebaute Nutzpflanze. Im 13. Jahrhundert kam der Papierrohstoff Hanf schließlich nach Europa.Besonders begehrt war die Hanfpflanze aufgrund ihrer heilenden Kraft. Man deckte die Wunden der Krieger mit Cannabisblättern ab, benutzte Hanf gegen Gicht und Geistesabwesenheit.
Im Jahr 1455 druckte Gutenberg seine erste Bibel auf Hanf. Als Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, bestanden Segeltuche und das gesamte Tauwerk der Schiffe aus Hanf. Kolumbus brachte den Hanf nach Amerika. Erste Entwürfe der amerikanischen Verfassung und die 1776 unterzeichnete amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurden auf Hanfpapier geschrieben. Der nach Amerika ausgewanderte Bayer Levi Strauss produzierte 1870 schließlich die erste Jeans und auch die war aus Hanf.
Niedergang der Kulturpflanze
Mit der Industrialisierung begann der Niedergang der Hanfnutzung. Damals konnte man Hanf noch nicht maschinell ernten und brechen. Hanfverarbeitung war Handarbeit und daher aufwendig, mühsam und teuer. Rohstoffe wurden entdeckt, die billig eingekauft und rationeller weiterverarbeitet werden konnten. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Cotton-Gin, die Baumwollmaschine, erfunden worden, die Baumwolle industriell verarbeitete. Die auf diese Weise billig produzierte Baumwolle revolutionierte den Textilmarkt. Daneben wurde die in Indien zu Hungerlöhnen produzierte Jute-Faser nach Europa importiert. Neben der Textilindustrie fand auch die Papierindustrie einen neuen, billigeren Rohstoff: das damals kostenlos verfügbare, massenhafte Holz dichter, weiter Wälder.
Als dann 1938 endlich die erste vollautomatische Hanfschälmaschine in den USAvorgestellt wurde, setzten führende amerikanische Industrielle, unter anderem Vertreter aus der Baumwoll- und Pharmaindustrie, eine Hanfsteuer und schließlich ein Hanfanbauverbot in denUSA durch und verschlossen damit endgültig die Absatzmärkte für Hanf.
Durch die Fortschritte der Pharmaindustrie bei der Herstellung synthetischer Produkte verlor Cannabis im gleichen Zug seine führende Stellung als Medikament.
Als allerdings die Rohstoffmärkte im Zweiten Weltkrieg bedroht waren, wurde überall das Hanfverbot zurückgenommen und die Armeen mit strapazierfähiger Hanfbekleidung ausgerüstet. In den USA wurde der Hanfanbau mit dem Film "Hemp for Victory" (Hanf für Sieg) propagiert, der den Farmern vorgespielt wurde.
Auch im Deutschen Reich wurde der Hanfanbau zu Kriegszwecken gefördert. "Die lustige Hanffibel" wurde aufgelegt, um für den Hanfanbau zu werben. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Nutzpflanze Hanf endgültig der Garaus gemacht.
Verwendungszweck in der Bauindustrie
Der Anteil der in der Bauindustrie verwendeten Hanffasern als Baustoffe liegt mit etwa 8 Prozent immer noch weit hinter den Möglichkeiten zurück, aber es wird auch ein großes Wachstumspotenzial in den Anwendungen von Hanf gesehen. Die Produktionskosten und ein ansteigendes Interesse an den Hanfanwendungsbereichen garantieren in Zukunft auch in der Bauwirtschaft hohe Wachstumsraten.
Hanfdämmung in der Bauindustrie
  • Aus dem Rohstoff der Hanffasern lassen sich Dämm- und Isolierstoffe gewinnen
  • Naturdämmstoff
  • Faserplatten
Aufgrund seiner gesundheitlichen und ökologischen Unbedenklichkeit ist Hanfdämmung ideal für den Einsatz bei der
  • Dachdämmung (Zwischensparrendämmung, Untersparrendämmung
  • Außen- und Innenwanddämmung
  • hinterlüfteten Fassade
  • Fußboden- und Geschossdeckendämmung.
Weitere Möglichkeiten in der Bauindustrie sind
  • Hanfbeton (der Werkstoff der Zukunft?)
  • Hanfziegel

  • Textilprodukte: Hanf ist Grundlage für zahlreiche Textilprodukte (z. B. Canvas).
  • kosmetische Produkte und Nahrungsmittel: Aus den proteinreichen Hanfsamen lassen sich kosmetische Präparate, aber auch Nahrungsmittel gewinnen.

  • Innenverkleidungen: Die Hanffaser ist ungewöhnlich elastisch, reißfest und dabei haltbar. So nutzen zum Beispiel etliche Automobilkonzerne Hanffasern zur Herstellung von Auto-Innenverkleidungen.
  • Papierprodukte: Im Gegensatz zu aus Holz gewonnenem Papier hat Hanfpapier eine wesentlich höhere Wertig- und Haltbarkeit: Es vergilbt so gut wie gar nicht.

weitere Verwendungsbereiche im Alltag:
  • Medizin (Schmerzmittel)
  • Getränke (Hanfbier)
  • Hanföl
  • Rauschmittel
  • Ortopädie (Hanfschienen)
  • Dichtmaterial (Abdichtmittel für Gewinde)
  • Seile (Shibare)
  • Körbe und Transportsäcke
Biologische Vorteile von Hanf
  • Hanf punktet zum einen damit, dass es ein natürlicher nachwachsender Rohstoff ist.
  • Die Herstellung ist nicht energieaufwändig bei der Herstellung, da meist eine rein mechanische Verarbeitung der Fasern erfolgt. Zudem lässt sich Hanfdämmung problemlos entsorgen bzw. sogar recyceln.
  • Hanfdämmung sorgt auch für ein natürliches und gesundes Raumklima, ohne dieses mit chemischen Ausdünstungen zu belasten. Sie bietet sowohl Schutz vor Hitze im Sommer (sommerlicher Hitzeschutz), die von außen in den Raum eindringt, als auch vor einem Auskühlen im Winter (winterlicher Kälteschutz).
  • Eine Dämmung mit Hanf ist von Natur aus resistent gegenüber Insekten und Nagern, die wegen der natürlichen Bitterstoffe und dem fehlenden Eiweiß an dem Dämmmaterial keinen Futteranreiz finden.
  • Hanf ist recht beständig gegenüber Feuchtigkeit und Schimmel. Er gilt gemeinhin als schwer verrottbar. Die Hanffasern besitzen eine offenporige Zellstruktur. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und mit dem Trocknen wieder abgeben. Neben dem Wärmeschutz bringt Hanfdämmung auch einen guten Schallschutz in das Dämmprojekt ein.
Dämmwerte und Vergleiche
Um die Dämmwerte einer Energiesparverordnung zu erreichen, benötigt man eine 16 cm dicke Hanfdämmung. Sie kann demzufolge gut mit dem klassischen und bislang in der Schweiz meist verwendeten Dämmstoff Styropor (Polystyrol) mithalten, den sie ökologisch bewertet sogar übertrumpft.
Nachteile von Hanfdämmung
Um einen einigermaßen akzeptablen Brandschutz (normal entflammbar; Baustoffklasse E gemäß der neuen europäischen Norm DIN EN-13501-1) zu erzielen, imprägniert man den Naturdämmstoff mit Borsalzen (anorganische Borverbindungen) oder Soda. Zweiteres gilt ökologisch als unbedenklicheres Flammschutzmittel als die Borsalze, die als gewässerschädigend gelten.
Gipser-, Stuckateur- und Malerbetrieb Kep  • Ihr Spezialist für gesundes Wohnen • Oberdorfweg 5 • CH - 3949 Hohtenn
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü